Dokumentation
So funktioniert cadmark
Architektur und Arbeitsweise der Browser-App: vom hochgeladenen Teil über erkannte Features und stabile Kennungen bis zu Assistent, Vorschau und Export.
Stand: 11. Oktober 2026 · beschreibt die Web-Version unter beyware.com/app/
Überblick
Was: cadmark ist eine CAD-Anwendung im Browser. Du lädst ein Teil hoch (STEP, IGES, BREP oder STL) oder legst ein neues an, cadmark erkennt funktionale Elemente wie Bohrungen, Senkungen, Langlöcher, Taschen und Rippen, gibt jedem eine dauerhafte Kennung wie H3 oder PK1 und zeigt Masse direkt aus dem CAD-Kern. Du änderst Parameter, legst Skizzen und Operationen an oder beschreibst die Änderung dem Assistenten. Jede Änderung ist zuerst eine Vorschau, lässt sich übernehmen oder verwerfen und bleibt rückgängig machbar. Am Ende exportierst du STEP, STL oder eine technische Zeichnung als PDF.
Für wen: für Konstrukteurinnen, Entwickler und Maker, die ein Teil schnell verstehen und eindeutig ändern wollen, auch gemeinsam mit einer KI. Preis, Testphase und Konto stehen auf der Produktseite.
Wo es läuft: auf dem BEYWARE-Server in Deutschland. Der Browser zeigt nur die Oberfläche; Geometrie, Erkennung und Export rechnet der Open-Source-Kern OpenCascade über CadQuery auf dem Server. Jedes Konto bekommt eine eigene Sitzung mit eigenen Projekten. Installiert wird nichts; ein aktueller Browser auf Windows, macOS oder Linux reicht.

Vom Modell zum Feature
Ein CAD-Modell besteht aus Flächen. cadmark fasst diese Flächen in einer Erkennungskaskade zu benannten Elementen zusammen: zwei Durchgänge, neun Stufen. Der erste Durchgang beansprucht Flächen, der zweite verfeinert nur. Jede Fläche hat genau einen Eigentümer; jedes Element trägt seine Begründung und einen Gütewert mit sich, damit eine Zerlegung keine Black Box ist.
Erkannte Elemente
- Bohrungen (Durchgang und Sackloch): koaxiale Zylindergruppen, Bohrspitzen-Kegel und zentrierte Böden bilden eine Bohrung, auch wenn STEP sie in Hälften teilt. Beim Sackloch wird der Spitzenwinkel ausgelesen.
- Flachsenkungen und Senkungen als Kopf einer Bohrung; der Senkungsdurchmesser kommt aus den exakten Randkreisen.
- Langlöcher (durchgehend oder blind) aus Teilzylinder-Paaren mit ebenen Wangen.
- Taschen, Nuten, Durchbrüche, Absätze.
- Rippen, Dome, Zapfen, Erhebungen.
- Fasen, Rundungen, Hohlkehlen und Funktionsebenen (grosse ebene Flächen).
Masse werden aus der B-Rep-Geometrie gelesen, nicht vom Anzeigenetz geschätzt: Durchmesser und Tiefe einer Bohrung, Länge × Breite eines Langlochs aus dem Achsabstand der Teilzylinder, Ausdehnung und Normale einer Ebene, Flächeninhalt. Messen zwischen zwei Elementen (Taste I) rechnet ebenfalls im Kern: Achsabstand zweier Bohrungen, Normalabstand paralleler Ebenen, kürzester Abstand, Winkel.
Normabgleich bei Bohrungen
Jeder Bohrungsdurchmesser wird gegen exakte Tabellenwerte geprüft: Durchgangslöcher fein, mittel und grob nach ISO 273, Kernlöcher für Regelgewinde nach ISO 2306/DIN 336, Flachsenkungen für Zylinderschrauben ISO 4762 nach DIN 974-1 und 90°-Senkungen nach ISO 10642/DIN 74, von M1,6 bis M30. Die Toleranz liegt bei 0,005 mm, damit ein Zollteil nicht als metrisch gelesen wird. Ein Treffer heisst dann etwa „M6 Durchgang mittel (ISO 273), ISO 4762 Zylinderkopf“ oder „M5 Kernloch, vermutlich Gewinde M5x0,8“. Ein Durchmesser allein beweist keine Absicht, deshalb nennt cadmark den Treffer immer als Lesart und zählt Alternativen mit.
Muster
Mehrere Elemente gleichen Typs, gleicher Grösse und gleicher Ausrichtung werden zu Mustern zusammengefasst: lineare Reihen, rechteckige Raster und Lochkreise. Unregelmässige Mengen zerlegt cadmark in gleichabständige Reihen. Grundlage sind die Schwerpunkte der Elemente, die bei jedem rotationssymmetrischen Feature auf der Achse liegen; ein Muster hängt also nicht von der Flächenreihenfolge oder einer STEP-Aufteilung ab. Ein Muster ist das, was du mit „4× M6 auf 90 × 50“ meinst und was der Assistent braucht, um alle vier auf einmal zu ändern.
Stabile Kennungen
Intern trägt jedes erkannte Feature einen Inhaltshash als ID. Schon 0,01 mm Änderung ergibt einen neuen Hash; Kommentare, Prüfmasse und die Notizen des Assistenten würden bei jeder Parameteränderung ihr Ziel verlieren. Deshalb bekommt jedes Feature zusätzlich eine lesbare Kennung aus Klassenkürzel und Nummer:
| Kürzel | Element | Kürzel | Element |
|---|---|---|---|
| H | Bohrung, Sackloch | RB | Rippe |
| CB · CS | Flachsenkung · Senkung | BS · PN | Dom · Zapfen |
| SL | Langloch | CH · RD · FL | Fase · Rundung · Hohlkehle |
| PK · GR | Tasche · Nut | ST · OP | Absatz · Durchbruch |
| PL | Funktionsebene | RF | Erhebung |
Warum H3 H3 bleibt
Jedes Modell führt ein Register aller Kennungen, die es je vergeben hat. Nach einem Neubau gleicht cadmark die neu erkannten Features mit diesem Register ab:
- Exakte Kontinuität. Hat ein Feature denselben Inhaltshash wie zuvor, ist der Fall klar; dafür braucht es keine Geometrie.
- Optimale Zuordnung. Für den Rest löst cadmark pro Feature-Klasse ein Zuordnungsproblem (Ungarische Methode). Die Kosten einer Paarung setzen sich zusammen aus der Verschiebung relativ zur Teilegrösse, der Änderung der Masse und dem Achswechsel. Eine verschobene oder vergrösserte Bohrung behält ihren Namen; eine Bohrung auf der anderen Seite des Teils nicht.
- Keine Rätselei. Eine Zuordnung zählt nur, wenn sie unter einer Schwelle liegt und klar besser ist als der zweitbeste Kandidat. Symmetrische Zwillinge bleiben ungelöst: Das Feature bekommt eine neue Nummer und den Hinweis, dass es vermutlich das frühere H2 ist.
Vergebene Nummern werden nie wiederverwendet. Verschwindet H2, bleibt der Eintrag als „verschwunden“ im Register, und das nächste neue Loch heisst H5, nicht H2. Alte Hashes werden zu Aliasen der aktuellen Kennung, sodass ein Kommentar an einer Bohrung eine Grössenänderung überlebt. Beim ersten Bau nummeriert cadmark in Leserichtung wie auf einer Zeichnung: H1, H2, H3 von oben nach unten.
Unterhalb der Kennung bekommen einzelne Flächen semantische Referenzen wie H3.wand0 oder PK1.boden0: Kennung, Rolle und ein deterministischer Index. Muster tragen die Kennungen ihrer Mitglieder. Kennungen, Flächenreferenzen und alte Aliase lassen sich überall dort verwenden, wo du oder der Assistent ein Element ansprechen: in Kommentaren, Messungen, Prüfmassen und Werkzeugaufrufen.
Der Assistent
Der Assistent ist ein zweiter Bediener mit denselben Werkzeugen wie du. Er arbeitet immer über dein eigenes Konto. Unter Assistant settings wählst du eine von drei Möglichkeiten:
- ChatGPT: dein eigenes ChatGPT-Abo. Du meldest dich per Einmal-Code an; cadmark führt die Codex-CLI in deiner eigenen Sitzung. Die Daten gehen an OpenAI.
- Claude: dein eigenes Claude-Abo (Pro oder Max). Du meldest dich über einen Link und einen Code in der App an; cadmark führt Claude Code in deiner eigenen Sitzung. Die Daten gehen an Anthropic.
- Ollama: dein eigener Ollama-Server, per https aus dem Internet erreichbar, oder Ollama Cloud (ollama.com) mit deinem eigenen API-Schlüssel. Der Schlüssel wird in deinen Kontoeinstellungen auf dem BEYWARE-Server gespeichert und danach nicht mehr angezeigt. Die Daten gehen an den Server, den du angibst, bei Ollama Cloud an Ollama.
Modell und Denkaufwand wählst du pro Projekt; /model und /effort im Chat schalten schnell um. BEYWARE hat keinen eigenen KI-Vertrag und rechnet keine KI-Kosten ab; einen kostenpflichtigen Fallback gibt es nicht. Der BEYWARE-Server selbst betreibt kein KI-Modell. Die CAD-Funktionen laufen auch ohne KI.
Was der Assistent sieht und kann
Der Assistent sieht keine Pixel. Er bekommt den Teilbericht: Parameter mit ihren Grenzen, alle Features mit Kennung, Massen, Muster und Normlesart, Operationen, Körper, Skizzen und Prüfmasse. Wählst du vor einer Frage Flächen oder Kanten aus, geht die Auswahl mit Kennungen mit. Seine Werkzeuge in Gruppen:
- Lesen und abfragen: Teilbericht, Feature-Details, Flächen- und Kantenlisten, Geometrieabfragen nach Typ, Durchmesser, Tiefe, Gewindegrösse, Richtung oder Nähe (
geometrie_abfragen), Quelltext lesen. - Ändern: Parameter setzen, Operationen anlegen, ändern und entfernen (Bohrung, Ziehen, Verrunden, Fase, lineares und Kreismuster, Spiegeln), Skizzen anlegen und ändern, Profile extrudieren, drehen, loften und sweepen, freier CadQuery-Code auf dem fertigen Körper, Quelltext ersetzen, neues Teil aus Code.
- Benennen: Features vorschlagen, anlegen und entfernen, Zonen („von wo bis wo“) anlegen und entfernen.
- Prüfen: exakt messen, Prüfmasse anlegen, ändern und auswerten, Stabilität der Kennungen bei Parametervariationen prüfen, B-Rep-Gültigkeit prüfen (
modell_pruefen), Modellansichten als Bild rendern (modell_ansicht), frühere Konstruktionsschritte schreibgeschützt ansehen. - Rückkanal: Kommentare am Modell lesen, beantworten und anlegen; Zeichnung exportieren.
Modellbilder rendert cadmark aus der tatsächlichen CAD-Geometrie; sie dienen dem Assistenten zur Kontrolle, nie als Messgrundlage. Hängst du eine Skizze an (PNG, JPEG oder WebP bis 5 MB), geht das Bild als Eingabe an das Modell; cadmark speichert die Originalreferenz im Projekt und kennzeichnet sie als Referenzbild, nicht als masshaltige Skizze.
Vorschau, Übernehmen, Verwerfen
Vor jeder Änderung liest der Assistent Modellversion und Revision und sendet beide mit. Ist der Stand inzwischen veraltet, weist cadmark den Aufruf ab, und der Assistent muss neu lesen. Parameter- und Operationswerkzeuge liefern einen Nachweis: ob übernommen, Revision und Modellversion vorher und nachher, geänderte Parameter oder Operationen, betroffene Features und die gemessenen Hüllmasse und das Volumen. Das Panel zeigt diesen Nachweis auch nach Neuladen und nach Rückgängig. Eine Textantwort des Assistenten ist kein Nachweis; nur ein Werkzeug kann etwas übernehmen.
Quelltextänderungen sind besonders abgesichert: Der Assistent liest Code und ein Quelltoken, prüft den Vorschlag als Vorschau (Geometrie, Volumen, Featureverluste, Änderungsumfang) und erst ein zweiter, ausdrücklicher Aufruf mit demselben Code und Token übernimmt. Jede Quellvorschau trägt eine ID und einen SHA-256-Hash des Codes; Übernehmen und Verwerfen müssen beide nennen, sonst gilt die Vorschau als ersetzt.
Rückgängig und Wiederholen
Parameter, Operationen, Skizzen, Quelltext, Feature-Benennungen und Zonen teilen sich einen Verlauf mit bis zu 50 Schnappschüssen und derselben Revision (Strg+Z / Strg+Y). Rückgängig stellt die zuvor gespeicherte Topologie wieder her, auch das bewusste Verschwinden eines Sacklochbodens beim Wechsel auf Durchgang. Ein Rückgängig auf Quelltextebene wird geometrisch neu geprüft. Fehlgeschlagene Bauten und verlorene Features werden nie übernommen.
Grenzen des Assistenten
Der Assistent kann sich irren: falsch verstehen, ein ungeeignetes Werkzeug wählen oder eine Prüfung übersehen. cadmark zwingt ihn zu Nachweisen, nicht zu Richtigkeit. Parametergrenzen aus dem Modell darf er nicht umgehen; bei mehrdeutigen Flächen, Kanten oder Körpern soll er nachfragen statt raten. Prüfe jede Vorschau und besonders Masse, Prüfmasse und die Zeichnung, bevor etwas in die Fertigung geht.
Konstruktion
Der Modellbaum ist die Konstruktionshistorie. Mensch und Assistent nutzen dieselben Operations-IDs, Revisionen, Geometrieprüfungen und denselben Verlauf.
Werkzeuge an der Auswahl
Fläche oder Kante anklicken, daneben erscheint die passende Leiste: Ziehen (E), Bohrung (H), Verrunden (F), Fasen (C). Wert eintippen, Enter: Die Operation landet im Verlauf (Wert ändern, deaktivieren, löschen, an den Assistenten geben). Das gilt auch für importierte STEP-Teile. Findet eine Operation ihr Ziel nach einem Umbau nicht, wird sie übersprungen und rot gemeldet.
Parameter
Die treibenden Masse eines parametrischen Teils stehen im Modellbaum unter Parameters, mit den Grenzen, die der Autor des Teils gesetzt hat. Wert eintippen (optional mit Einheit, etwa 2 in), Enter zeigt die Vorschau. Operationswerte dürfen Ausdrücke über Parameter sein, damit eine Bohrung loch_d folgt. Ausgewertet werden nur Zahlen, Parameternamen, Grundrechenarten und min, max, abs, round; fremder Code wird abgewiesen.
Skizzen und Profile
- Skizze auf einer Ebene: Rechteck, Kreis, Ring, L-Profil, Buchsenquerschnitt oder geschlossenes Polygon mit treibenden Massen. Masse einer früheren Skizze sind als Alias erreichbar, etwa
O1_width. - Extrudieren als neuer Körper, Hinzufügen oder Schneiden, mit Länge, symmetrisch oder „durch alles“ in beide Richtungen.
- Drehen eines geschlossenen Profils um einen Winkel.
- Loft als Regelfläche zwischen zwei oder mehr Profilen auf parallelen Ebenen (Kreise oder konvexe Polygone, keine glatte Interpolation).
- Sweep eines Kreises oder Rings entlang einer Linie oder eines Bogens bis 180° mit optionalen Tangentenlinien.
- Körpermuster linear oder kreisförmig mit beständigen Kopie-IDs; die Anzahl schliesst das Original ein,
360/Nergibt einen vollen Ring. Kopien müssen getrennt bleiben. - Spiegeln eines Körpers an XY, XZ oder YZ mit Versatz, oder des ganzen Teils.
Das Skizzensystem ist ein gerichteter Konstruktionsgraph, kein Gleichungslöser; es behauptet keine Freiheitsgrade, die es nicht berechnet hat. Körperidentitäten folgen der exakten Konstruktionsherkunft, nie einem Index oder einer nahen Fläche. Eine Änderung, die ein benanntes Element verlieren würde, wird abgewiesen statt stillschweigend umgeleitet.
Prüfen
Prüfmasse entstehen aus einer Messung („Als Prüfmass behalten“) mit Soll als Zahl oder Ausdruck und Toleranz (Standard ±0,1 mm bzw. ±0,5°). Sie stehen im Modellbaum und liegen als Massketten auf der Bühne: grün, wenn das Mass stimmt, rot bei Abweichung, grau, wenn nur beobachtet. Nach jedem Neubau werden sie neu gemessen. Inspect step zeigt einen früheren Konstruktionsschritt schreibgeschützt mit den aktuellen Massen; Check geometry baut die gespeicherte B-Rep unabhängig neu und meldet Gültigkeit, Topologie und Kerndiagnosen. Der Stabilitätstest variiert Parameter und Skizzenmasse und meldet, welche Kennungen dabei ihre Flächen verlieren.
Projekte
Jedes Projekt ist ein eigener Ordner mit Name, Einheit (mm oder in), Erkennungseinstellung und Assistenten-Wahl. Vorlagen beim Anlegen: leeres Teil, Lochplatte, Quader, Buchse, oder eine Beschreibung und ein Referenzbild für den Assistenten. Duplizieren erzeugt eine Variante vom gespeicherten Stand mit eigenem Verlauf. Löschen entfernt ein Projekt endgültig mit allen Dateien, Kommentaren und Exporten.
Import & Export
Der Browser hat keinen Zugriff auf das Dateisystem des Servers, deshalb sendet er die Datei selbst (bis 50 MB). Sie landet im Projektordner Imports; Formate, die der Importer nicht direkt liest, werden beim Hochladen in STEP umgewandelt, das Original bleibt daneben erhalten.
| Format | Öffnen | Export | Hinweis |
|---|---|---|---|
| STEP | .step, .stp | ja | wird direkt gelesen; empfohlenes Austauschformat |
| BREP | .brep, .brp | – | natives OpenCascade-Format, direkt gelesen |
| IGES | .iges, .igs | – | beim Hochladen nach STEP gewandelt |
| STL | .stl | ja | Netz wird zu Flächen; bis 60 000 Dreiecke; Export etwa für den 3D-Druck |
| – | ja | technische Zeichnung mit Ansichten, Massen, Bohrungstabelle |
STL: was exakt wird und was nicht
Ein STL-Netz wird genäht, zu einem Körper geschlossen und koplanare Dreiecke werden zu echten ebenen Flächen vereinigt. Ebene Flächen und Masse zwischen ihnen sind damit exakt. Gekrümmte Flächen bleiben facettiert und werden nicht als Bohrung erkannt. Netze mit mehr als 60 000 Dreiecken lehnt cadmark ab und bittet um STEP. Python-Teildateien werden in der Web-Version nicht angenommen.
Technische Zeichnung (PDF)
Die Zeichnung entsteht aus der exakten B-Rep über die Verdeckungsrechnung von OpenCascade (HLR), nicht aus dem Anzeigenetz: Kreise bleiben Kreise, verdeckte Kanten sind echte verdeckte Kanten. Das Blatt folgt den üblichen ISO-Konventionen einer europäischen Werkstattzeichnung:
- Projektionsmethode 1 (ISO 128 / ISO 5456-2, Methode E): Draufsicht unter der Vorderansicht, Ansicht von links rechts daneben, isometrische Ansicht im freien Quadranten, Symbol im Schriftfeld.
- Massstab aus der Reihe nach ISO 5455 und das kleinste Blatt von A4 bis A0 quer, auf dem die Ansichten lesbar bleiben; die Isometrie nimmt den nächstkleineren passenden Massstab.
- Linien nach ISO 128, Gruppe 0,5: sichtbar 0,5 mm, verdeckt, Mass- und Mittellinien 0,25 mm; Schrifthöhe 2,5 mm nach ISO 3098; Zentriermarken nach ISO 5457.
- Masse: Gesamtmasse je einmal (ISO 129-1), Bohrungsangaben wie „4× Ø5.2“ in der Ansicht entlang der Bohrungsachse, Mittelkreuze, bei bis zu 60 Bohrungen nummeriert.
- Bohrungstabelle auf Blatt 2 mit Positionen relativ zur vorderen unteren linken Ecke der Hüllbox.
- Schriftfeld nach ISO 7200 mit Titel, Nummer, Material, Revision, Datum, Einheit und Allgemeintoleranz ISO 2768-m als Vorgabe.
Die Ausgabe ist Vektor-PDF. Einheit (mm oder in), Titel und Material gibst du beim Export an; der Assistent kann die Zeichnung ebenfalls auslösen.
Im Browser
Du meldest dich unter beyware.com/konto/ an und öffnest beyware.com/app/. Vor jeder Anfrage an die App prüft der Server die Sitzung beim Kontodienst; nur Konten in Testphase oder mit aktivem Abo kommen durch.
- Eigener Arbeitsplatz pro Konto. Jedes Konto bekommt einen eigenen cadmark-Serverprozess mit eigenen Projekten, Ausgaben und eigener Assistenten-Anmeldung. Niemand sieht die Arbeit anderer. Der Prozess startet bei der ersten Anfrage und endet nach 20 Minuten ohne Anfragen; deine Projekte bleiben gespeichert.
- Eigene Sitzung. Jedes Konto bekommt eine eigene CAD-Sitzung, ohne Warteschlange und ohne Platzbegrenzung. Nach 20 Minuten ohne Anfragen wird sie beendet; deine Projekte bleiben gespeichert.
- Daten in Deutschland. Projekte und Uploads liegen auf dem von BEYWARE verwalteten Server in Deutschland, pro Konto getrennt. Löschst du dein Konto, wird der Arbeitsplatz mit allen Dateien entfernt. Einzelheiten in der Datenschutzerklärung und den Nutzungsbedingungen.
- Keine Installation. Ein aktueller Browser auf Windows, macOS oder Linux genügt. Bis 760 Pixel Breite schaltet die Oberfläche auf eine kompakte Bedienung mit unterer Navigation und Werkzeugfenstern; ein Desktop- oder Laptop-Bildschirm ist empfohlen.
- Konto. Die ersten 7 Tage eines Kontos sind gratis; danach läuft das Abo monatlich. Kündigen kannst du im Konto zum Ende der laufenden Periode oder über das Kündigungsformular ohne Anmeldung.
Grenzen & Verantwortung
- Der Flächenschlüssel ist geometriebasiert: Er überlebt Neuvernetzung und Reihenfolgewechsel, aber keine Geometrieänderung. Dafür gibt es Kennungen und die Anker-Rückfallebenen von Kommentaren (Flächenschlüssel → Kennung → Punkt).
- Importierte STEP- und BREP-Teile haben keine rekonstruierte Konstruktionshistorie und keine Absicht. Ihre Kennungen hängen an der vorhandenen Geometrie. Nachträglich angelegte Skizzen und Operationen sind parametrisch.
- Ob eine Bohrung Durchgang oder Sackloch ist, sagt die Zylinderfläche allein nicht; „Tiefe“ gilt entlang der Achse. Die Ausdehnung einer Ebene ist das umschriebene Rechteck; verschmolzene Flächen liefern nicht mehr die Nennmasse des ursprünglichen Features.
- Der Stabilitätstest nimmt endliche Stichproben. Er deckt fragile Referenzen auf, garantiert aber keine Stabilität für alle möglichen Änderungen.
- Kerngültigkeit heisst nicht Massrichtigkeit, Überschneidungsfreiheit zwischen Körpern oder Fertigbarkeit. Ein Bild beweist weder Masse noch verdeckte Geometrie.
- Loft und Sweep decken bewusst einen kleinen Bereich ab (siehe Konstruktion). Aus einem einzelnen Foto lassen sich keine verborgenen Masse ableiten.
- Der Assistent kann sich irren. Eine Verfügbarkeit des Dienstes wird nicht zugesichert; exportiere wichtige Stände als STEP.
cadmark ist ein Werkzeug. Für die fachliche Prüfung der erstellten Teile, Masse und Zeichnungen, etwa vor der Fertigung, bist du verantwortlich.
FAQ
Bleibt H3 wirklich H3, wenn ich das Teil ändere?
Bei unterstützten Änderungen ja: Nach jedem Neubau ordnet cadmark die erkannten Features dem Register der vergebenen Kennungen zu, zuerst über exakte Übereinstimmung, dann über eine optimale Zuordnung nach Lage, Grösse und Achse. Verschiebt oder vergrössert sich H3, bleibt es H3. Nur wenn zwei symmetrische Kandidaten gleich gut passen, vergibt cadmark lieber eine neue Nummer und sagt das dazu. Vergebene Nummern werden nie wiederverwendet.
Kann der Assistent mein Modell ohne Rückfrage ändern?
Nein. Jede Änderung, die der Assistent über seine Werkzeuge anstösst, kommt als Vorschau mit Nachweis (Revision vorher und nachher, betroffene Features, gemessene Hüllmasse und Volumen). Gespeichert wird sie erst durch Übernehmen; Verwerfen lässt den gespeicherten Stand unberührt. Auch übernommene Änderungen lassen sich mit Rückgängig zurücknehmen.
Was geht an den KI-Anbieter, wenn ich den Assistenten nutze?
Deine Aufträge, die Antworten der cadmark-Werkzeuge (Berichte mit Kennungen und Massen, Messungen, Prüfergebnisse) und auf Wunsch Modellbilder, die cadmark aus der exakten Geometrie rendert, sowie Skizzenbilder, die du selbst anhängst. Das geht nur an den Anbieter, den du gewählt hast: bei ChatGPT an OpenAI, bei Claude an Anthropic, bei Ollama an den Server, den du angibst (bei Ollama Cloud an Ollama). Es gelten die Bedingungen dieses Anbieters; cadmark hat keinen eigenen KI-Vertrag und keinen kostenpflichtigen Fallback.
Warum erkennt cadmark in meiner STL-Datei keine Bohrungen?
Ein STL-Netz enthält nur Dreiecke. cadmark näht es zu einem Körper, fasst koplanare Dreiecke zu echten ebenen Flächen zusammen und schreibt eine STEP-Datei. Ebene Flächen und Masse zwischen ihnen sind damit exakt; gekrümmte Flächen bleiben facettiert und werden nicht als Bohrung erkannt. Wenn du das Original als STEP hast, lade besser dieses hoch.
Warum kann ich bei einer importierten STEP-Datei die Masse nicht direkt ändern?
Eine STEP-Datei enthält nur das Ergebnis, keine Konstruktionshistorie. cadmark rekonstruiert keine Quellparameter und zeigt deshalb keine scheinbar bearbeitbaren Masse an. Du kannst dem importierten Teil aber Operationen hinzufügen (Bohrung, Ziehen, Verrunden, Fasen) und neue Skizzen mit eigenen Treibern anlegen; diese sind parametrisch und werden vom Stabilitätstest geprüft.
Welche Normen gleicht cadmark bei Bohrungen ab?
Durchgangsbohrungen fein, mittel und grob nach ISO 273, Kernlochbohrungen für Regelgewinde nach ISO 2306/DIN 336, Flachsenkungen für Zylinderschrauben ISO 4762 nach DIN 974-1 und 90°-Senkungen nach ISO 10642/DIN 74, für M1,6 bis M30. Die Toleranz beträgt 0,005 mm, damit Zollteile nicht als metrisch gelesen werden. Ein Treffer ist eine Lesart, kein Beweis der Absicht, und wird genau so benannt.
Muss ich auf einen freien Platz warten?
Nein. Jedes Konto bekommt beim ersten Aufruf eine eigene CAD-Sitzung, ohne Warteschlange. Nach 20 Minuten ohne Anfragen wird sie beendet und beim nächsten Aufruf neu gestartet. Deine Projekte bleiben dabei gespeichert.
Läuft cadmark auch ohne KI?
Ja. Hochladen, Erkennung, Kennungen, Messen, Prüfmasse, Skizzen, Operationen, Parameter, Vorschau, Rückgängig und Export funktionieren ohne Assistent. Der Assistent ist ein zusätzlicher Bediener mit denselben Werkzeugen.
Fragen, die hier fehlen? Schreib an kontakt@beyware.com. Preis und Testphase: Produktseite cadmark.